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Digitales Kino auf dem Vormasch
Digitales Kino auf dem Vormasch

            

Digitales Kino auf dem Vormasch
Beschreibung: Ein Bericht der Frankenpost Hof vom 4.04.2007


DIGITALES KINO AUF DEM VORMARSCH
Satte Farben, Klarheit und Kontrast

VON RALF SZIEGOLEIT
HOF – Das digitale Kino ist mächtig auf dem Vormarsch. In Hof, wo es bereits seit Jahren einen Stützpunkt hat – die Internationalen Filmtage waren eines der ersten Festivals, das Filme auch digital vorführte –, ist es jetzt auf Dauer heimisch geworden. Zwei der sechs Spielstätten des Central-Kinos wurden mit Digital-Projektoren aufgerüstet. Die Geräte können, wie berichtet, auch 3 D-Filme der neuen Generation abspielen; den Anfang im Central-Kino macht der Animationsfilm „Triff die Robinsons“.

Weltweit läutet das digitale Kino ein neues Kinozeitalter ein. Die neue Technik macht Schluss mit unruhigen Bildern, mit Staub, Kratzern und matten Farben. Das digitale Bild zeichnet sich aus durch brillante, satte Farben, durch Klarheit und hohen Kontrast – und dies von der ersten Vorführung bis zur letzten. Während die traditionelle Filmrolle durch mechanische Projektoren läuft und dabei verschleißt, werden digitale Filmdaten immer in gleicher Qualität projiziert.

Wie so viele schöne und nützliche Sachen hat auch diese jedoch den Nachteil, teuer zu sein. Digitale Projektoren kosten deutlich mehr als die mechanischen. Darum sind in Deutschland bislang gerade mal gut 100 der insgesamt 4500 Kinosäle mit ihnen ausgestattet. Noch nicht dabei sind die großen Kinoketten. Sie scheuen die enormen Investitionen, die nötig sind, um die Vielzahl ihrer Kinos umzurüsten. „Bei der Digital-Technik fängt der Fortschritt in den kleinen Lichtspielhäusern an“, sagt Stefan Schmalfuß, der Geschäftsführer des Central-Kinos. Neben Hof zählt auch Kronach zu den Vorreitern.

Filme, die auf Rollen ins Kino kommen, wiegen rund 25 Kilogramm und erfordern darum auch Muskelkraft. Der digitale Film hingegen wird auf einer Festplatte angeliefert, begleitet von einem USB-Stick, auf dem ein digitaler Schlüssel gespeichert ist. Theoretisch möglich ist auch die Einspielung über Datenleitung oder Satellit. Ebenso denkbar: Live-Übertragungen von Kultur- und Sportveranstaltungen direkt ins Kino.

Nun ist die digitale Vorführung die eine Seite der neuen Technik, die digitale Aufnahme ist die andere. Die Filme, die bei den Hofer Filmtagen digital vorgeführt werden – wofür bislang die kostspielige Anmietung von Projektoren notwendig war –, sind so auch gedreht worden. Vor allem aus Kostengründen haben sich viele Regisseure und Produzenten damit angefreundet, hauptsächlich dann, wenn sie fürs Fernsehen arbeiten. Um solche Filme in Kinos mit normaler Ausstattung zu zeigen, müssten sie auf 35-mm-Film umkopiert werden, was möglich ist und bei computeranimierten Hollywoodfilmen wie „Toy Story“ und „Shrek“ tatsächlich geschieht – wie sonst könnten sie einem Massenpublikum präsentiert werden?

Häufiger jedoch beschreitet man den umgekehrten Weg: Analoges Filmmaterial wird in ein digitales Speicherformat umgewandelt. Zwar bieten die Verleiher heute noch nicht alle Kinofilme digital an, aber es werden immer mehr. Größtes Interesse daran haben die Major-Hollywood-Studios, die auf Grund ihrer marktbeherrschenden auch in der Lage sein dürften, dies in relativ kurzer Zeit durchzusetzen. Die komplette Digitalisierung der Kinos böte ihnen die Möglichkeit, mit neuen Filmen in noch mehr Lichtspielhäusern als heute an den Start zu gehen.

Den Kinobesitzern ihrerseits ist technische Aufrüstung angeraten, weil der Konkurrenzdruck durch das Heimkino wächst. Wenn sie zögern, so hat das auch damit zu tun, dass Experten den Digital-Projektoren eine kürzere Einsatzdauer voraussagen als den 35-mm-Geräten. Grund: Die neue Technik dürfte – vergleichbar der Heimcomputertechnik – schneller veralten. Central-Geschäftsführer Stefan Schmalfuß betont allerdings, dass die Projektoren nur geleast sind; laut Vertrag werden sie stets mit der neuesten Software auf den aktuellen Stand der Technik gebracht.

Stefan Schmalfuß, Geschäftsführer des Hofer Central-Kinos, am Digital-Projektor; im Hintergrund Vorführer Metin Erel FOTO: Sa.
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Datum: 04.04.2007 12:01
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